pete john

Konzeptkünstler

PROJEKTE

Jedes Projekt beginnt mit einer Regel, nicht mit einem Bild.

pete john arbeitet konzeptuell: Vor der ersten Aufnahme steht die Regel — wer teilnimmt, was gezeigt wird, in welcher Reihenfolge es zu sehen ist und wann die Serie geschlossen ist. Danach wird nichts mehr nachgebessert. Das Werk entsteht nicht im Motiv, sondern darin, dass die Regel eingehalten wird.

Darum hat jedes Projekt eigene Regeln, ein eigenes Werkverzeichnis und einen eigenen Weg hinein. Was sie verbindet, ist nicht das Thema, sondern die Frage, wie wir Wirklichkeit konstruieren — und die Überzeugung, dass das eigentliche Werk erst im Betrachter entsteht. Drei Projekte laufen, weitere folgen.

TWO WAYS OF BEING REAL

Läuft — die ersten Shootings sind gelaufen, Bewerbungen sind offen

Derselbe Mensch. Zwei Arten, real zu sein.

TWO WAYS OF BEING REAL ist eine konzeptuelle Medienarbeit über Wahrnehmung, Authentizität und Urteil. Sie untersucht, wie wir Menschen wahrnehmen — und warum wir sie beurteilen, bevor wir sie verstehen.

Jedes Werk besteht aus drei Teilen: einer analogen Polaroidserie, die einen Menschen nackt bei einer selbst gewählten Alltagstätigkeit zeigt — innerhalb von zwölf Stunden zu unwiederholbaren Einzelstücken dekonstruiert —, einem unbearbeiteten Ein-Minuten-Video derselben Tätigkeit, bekleidet und von einer Schwelle aus beobachtet, und der persönlichen Aussage der porträtierten Person. Diese Abfolge ist bewusst gewählt: Sie führt durch einen Prozess, in dem sich nicht das Werk verändert, sondern die eigene Wahrnehmung.

„Ich fotografiere keine Menschen. Ich schaffe eine Bühne, auf der sie sich selbst zeigen können."

— pete john, aus dem Artist Statement

Die ersten Shootings laufen bereits in Köln und Münster.

ONE EXISTS
ONLY ONCE
Analoge Polaroidserie — nackt, ein physisches Unikat. Die erste, wortlose Begegnung.
ONE LOOKS
FAMILIAR
Digitaler Film — bekleidet, in Bewegung. Er verändert nicht den Menschen, sondern den Blick auf ihn.
ONE SPEAKS
FOR ITSELF
Die Aussage der porträtierten Person — nicht über sich, aus sich heraus

Du begegnest einem Menschen. Zuerst siehst du nur das Bild — du interpretierst, du ergänzt, du urteilst. Dann siehst du das Video: Dein Blick verschiebt sich, die Nacktheit tritt zurück, der Mensch tritt hervor. Erst danach kommen die Worte — nicht die des Künstlers, sondern seine eigenen. Und mit einem Mal merkst du: Nicht das Werk hat sich verändert, sondern deine Wahrnehmung.

Das Projekt verkündet keine Botschaft. Es erschafft einen Moment, in dem du bemerkst, wie dein Urteil entsteht — und ob du bereit bist, es zu hinterfragen.

WORTH THE TIME. TWICE.

Läuft — die ersten Arbeiten entstehen, Bewerbungen sind offen

ONE OBJECT. TWO STORIES.

Ein Gegenstand. Zwei Geschichten.

WORTH THE TIME. TWICE. porträtiert acht Menschen, die alten Dingen neuen Wert geben: durch Reparatur, durch Upcycling oder indem Kunst daraus wird. Es geht nicht um Perfektion und nicht um Nostalgie, sondern um die Entscheidung, Zeit in etwas zu stecken, das man auch einfach hätte ersetzen können.

Der reale Arbeitsprozess wird aus einer festen Kameraperspektive aufgenommen und später auf eine Minute verdichtet — aus Stunden wird eine Minute. Parallel entstehen acht analoge Polaroids, die den Menschen und den Gegenstand zeigen. Dazu kommt ein Satz der porträtierten Person.

Sichtbar ist ausschließlich der Mensch, der arbeitet. Die Geschichte des Gegenstands ist trotzdem anwesend: in den Gebrauchsspuren und in der Entscheidung, ihn nicht wegzuwerfen.

„Er ist nicht neu. Er ist mehr geworden." — pete john

ONE WAS
SET ASIDE
Der Ursprung: ein Gegenstand mit Gebrauchsspuren, den man auch einfach hätte ersetzen können.
ONE TAKES
THE TIME
Die Tätigkeit, die den neuen Wert schafft: reparieren, umbauen oder Kunst daraus machen.
ONE BECAME
MORE
Das Ergebnis: nicht neu, sondern mehr geworden — und sichtbar bleibt der Mensch, der es getan hat.

ECHOES

Läuft — ohne festgelegte Zahl von Begegnungen und ohne Ende

FORTLAUFENDES PROJEKT

Öffentliche Aufmerksamkeit verändert sich. Der Mensch bleibt.

ECHOES porträtiert Menschen, die Teil unseres öffentlichen Gedächtnisses geworden sind, und begegnet ihnen erneut in der Gegenwart — aus Sport, Musik, Film und Fernsehen, aus Politik, Kultur und Wissenschaft, aus dem Netz.

Es geht nicht um ein Damals gegen ein Heute, sondern um ein Porträt, in dem beides anwesend ist: das öffentliche Bild, die Erinnerung daran und der Mensch, der heute vor der Kamera steht. Die künstlerische Form bleibt offen und entwickelt sich mit dem Projekt.

Weitere Projekte sind in Vorbereitung. Manche folgen den Regeln der Serienprojekte — eine abgeschlossene Serie, acht Menschen, dieselbe Vergütung —, andere gehen wie ECHOES einen eigenen Weg. Wer zuerst davon erfahren möchte, trägt sich unten in den Newsletter ein. Zum Newsletter →

Aus dem Blog

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DIE WERKE

Jedes Projekt bringt eigene Werke hervor. Gemeinsam haben alle die analogen Polaroids und das Video — aber nicht immer acht Bilder und nicht immer dieselben Werkformen. Was es zu einer Serie gibt, steht bei der Serie selbst. Die ersten Werke sind erhältlich, die erste Ausstellung ist für 2027 geplant.

Und jedes Bild kennt sein Video: Wer ein aktuelles Werk aus einer der Serien vor sich hat, richtet einfach die Smartphone-Kamera darauf — das Werk wird erkannt und die zugehörige Videoarbeit startet kostenfrei.

→ ZU DEN WERKEN ▣ VIDEO ABRUFEN

Neues von pete john

Gelegentlich eine E-Mail: neue Werke, Ausstellungen und Aktionen, Einblicke in die Entstehung, der Verkaufsstart einzelner Arbeiten — und wenn ein neues Projekt aufmacht, erfährst du es hier zuerst.

Lieber mitlesen? Im Blog steht ausführlicher, was gerade entsteht. Zum Blog →

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Über pete john

Porträt von pete john vor dem ersten Unikat von TWO WAYS OF BEING REAL, schwarz-weiß
pete john

pete john ist Konzeptkünstler mit künstlerischen Wurzeln in New York und Köln. Seit den 1990er-Jahren beschäftigt er sich mit Menschen, Körpern, Räumen und der Frage, wie wir Wirklichkeit konstruieren. Seine heutigen Arbeiten verbinden einmalige analoge Polaroids, unbearbeitetes Bewegtbild und die Stimmen der Porträtierten zu konzeptuellen Medienarbeiten über Wahrnehmung, Nähe und Urteil — in einer Zeit, in der sich reale, bearbeitete und künstlich erzeugte Bilder kaum noch unterscheiden lassen. pete john lebt und arbeitet in Deutschland. Neben seiner konzeptuellen Arbeit ist pete john Gründer und Bandleader von Alive Phoenix, einem seit 2020 international besetzten New-Wave- und Synth-Pop-Projekt, für das er komponiert, produziert und bei einem Teil der Videos selbst Regie führt.

Artist Statement

Ich fotografiere keine Menschen. Ich schaffe eine Bühne, auf der sie sich selbst zeigen können.

In einer Zeit, in der Bilder beliebig erzeugt und gedeutet werden können, interessiert mich, wie wir Wirklichkeit konstruieren. Das Polaroid ist die erste, wortlose Begegnung. Das Video verändert nicht den Menschen, sondern den Blick auf ihn. Dann spricht die Person — nicht über sich, sondern aus sich heraus.

Ich erzähle ihre Geschichte nicht. Ich gebe ihr eine Bühne. Welche Regeln dafür gelten, legt jedes Projekt vorher fest — und innerhalb dieser Regeln entscheiden die Beteiligten selbst, was sie von sich zeigen.

Das eigentliche Werk entsteht nicht auf der Bühne. Es entsteht im Betrachter — in dem Moment, in dem er seinen eigenen Blick erkennt und bereit ist, ihn zu hinterfragen.

pete john im Gespräch über TWO WAYS OF BEING REAL →

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